de.farenet.org: Fussball gegen Rassismus in Europa!

An dieser Stelle sollen in den nächsten Tagen die wichtigsten Projekte gegen Rassismus (im Fußball) vorgestellt werden. Den Anfang macht "FARE" (Football against Racism in Europe).

Die Organisation schreibt auf ihrer deutschsprachigen Seite de.farenet.org:

"Wir möchten den Fußball ohne die „Krankheit“ des Rassismus erleben. Fußball ist die populärste Sportart der Welt und gehört uns allen. Jede/r hat das Recht, Fußball zu spielen und zu sehen sowie frei darüber zu reden, ohne Angst haben zu müssen.

Leider gibt es auf allen Ebenen des Sports, sei es im Amateurbereich oder bei Länderspielen – rassistische Vorfälle. Egal ob diese von Fans, Spielern, Vereinsvertretern oder Funktionären ausgehen, FARE ist der Meinung, dass ein solches Verhalten sowohl innerhalb als auch außerhalb des Stadions unakzeptabel ist und von der Mehrheit der Fans und Spieler abgelehnt wird.

Racism Hotline

Das FARE-Netzwerk will den Rassismus aus dem Fußball vertreiben, in dem es die Ressourcen von antirassistisch eingestellten Fußball-Organisationen in ganz Europa vereint. Es unterstützt und betreut solche Gruppen und koordiniert Aktivitäten auf der gesamteuropäischen Ebene. Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Partner sorgt FARE dafür, dass diese Organisationen ihre besten Erfahrungen miteinander teilen und gemeinsam gegen Rassismus im Fußball auftreten können.

Das FARE Netzwerk führt gemeinsam mit der FIFA eine Reihe von Maßnahmen durch, um Rassismus bei der Weltmeisterschaft in Deutschland zu bekämpfen. Während der Weltmeisterschaft konzentrieren wir uns auf das Identifizieren von Problemen und der Verbreitung edukativer Botschaften an Fans. Wir haben eine Telefon-Hotline für Fans eingerichtet, um vertraulich über rassistische Vorfälle berichten zu können."

Die FIFA unterstreicht ihre Haltung gegen Rassismus, indem sie die Viertelfinalspiele als Antirassismustage deklarierte. Vor jedem Viertelfinalspiel werden die Teamkapitäne eine persönliche Botschaft gegen Rassismus verlesen, und die Teams werden gemeinsam Antirassismustransparente präsentieren. Zusätzlich wird bei allen 64 Spielen vor der Öffnung des Stadions im Mittelkreis ein Banner mit dem Turnierslogan „Die Welt zu Gast bei Freunden™“ und der Botschaft „Nein zu Rassismus“ ausgelegt, das dort bis zum Ende des offiziellen Spielprotokolls liegen bleibt.

Piara Powar von FARE Partner Kick It Out begrüßt die Zusammenarbeit:
“Die Partnerschaft von FARE, FIFA und OK eröffnet neue Wege und Dimensionen. Die Angst vor rassistischen Übergriffen und Vorkommnissen ist groß. Es gilt für alle Beteiligten dem entgegen zu wirken, an allen Schauplätzen der WM. Wir sind davon überzeugt mit unseren proaktiven Aktionen einigen potenziellen Problemen vorbeugen zu können.”

FIFA Präsident, Sepp Blatter, sagte:
“Für die FIFA ist der Respekt vor ethnischer Vielfalt von großer Wichtigkeit. Als weltweit beliebteste Sportart hat der Fußball die besten und größten Möglichkeiten im Kampf gegen Rassimus. Fußball macht klar, dass die Hautfarbe keine Einfluß auf unseren Alltag, unser Leben und unseren Sport hat und haben darf.” "Die FIFA gibt ihre volle Unterstützung, wenn es darum geht schädliche Tendenzen in der Gesellschaft und im Fußball an ihren Wurzeln zu bekämpfen. Wir sind davon überzeugt, dass unser Allianz mit FARE und dem OK ein weiterer Meilenstein im Kampf gegen solche Tendenzen ist.”

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