FARE-Aktionswoche gegen Rassismus!

In der nächsten Woche finden bei den UEFA Champions League-Spielen anlässlich der siebten Aktionswoche von FARE (Fußball gegen Rassismus in Europa) vom 17. bis 30. Oktober wieder Veranstaltungen gegen Rassismus und Diskriminierung statt.

Vereint gegen Rassismus
Wie die UEFA am Dienstag bekannt gab, werden beispielsweise die Kapitäne aller Mannschaften ein Armband mit dem Logo "Vereint gegen Rassismus" auflaufen und die Kinder der Spieler-Eskorten T-Shirts mit derselben Aufschrift tragen. Darüber hinaus wird über die Stadionlautsprecher zum Widerstand gegen alle Formen von Rassismus aufgerufen. Schließlich wird in den Stadionzeitungen und im offiziellen Champions League-Magazin "Champions" für die Aktion "Vereint gegen Rassismus" geworben.

FARE-Partnerschaft
Diese Aktionen gibt es nun schon seit einigen Jahren. In der Saison 2000/01 begann die Partnerschaft der UEFA mit dem FARE-Netzwerk. Diese Zusammenarbeit besteht aus der finanziellen Unterstützung des Netzwerks durch die UEFA – 2001 überreichte die UEFA ihren Wohltätigkeits-Cheque in Höhe von einer Million Schweizer Franken (629.000 Euro) an FARE -, Konferenzen, Veröffentlichungen und Projekte. FARE und die UEFA haben einen neuen Führer herausgebracht, in dem den Klubs Ratschläge erteilt werden, wie sie mit rassistischen Vorkommnissen auf dem Feld und abseits davon umgehen können. Den Ratgeber mit dem Titel "Wie löst man Rassismus-Probleme im Vereinsfußball" können Sie hier durchlesen.

Breite Unterstützung
Die jährliche FARE-Aktionswoche hat sich zum wichtigsten europäischen Anti-Rassismus-Projekt im Fußball entwickelt. In diesem Jahr unterstützen Fans, Spieler, Klubs, Verbände, Minderheiten-Organisationen, Anti-Diskriminierungs-Gruppierungen, Jugendzentren, Schulen und Sportmedien die Aktivitäten. Auch ethnische Minderheiten und Migranten sowie Frauen und Mädchen nehmen an den Aktionen teil.

Hilfe für FARE
"Die UEFA ist stolz darauf, die FARE-Aktionswoche gegen Rassismus und Diskriminierung zu unterstützen", sagte UEFA-Präsident Lennart Johansson. "Wir schätzen die Möglichkeit sehr, unseren unverminderten Beitrag zur Ausrottung des Rassismus in unserer Sportart zu leisten. Wir wissen, dass dies nicht in einer Woche gelingen kann, aber wir hoffen, dass wir durch diese Aktionen immer mehr Mitglieder der Fußball-Familie für unseren Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung gewinnen können."

Frei von Diskriminierung
Piara Powar, der Direktor des britischen FARE-Partners Kick It Out fügte hinzu: "Indem sie die Mitglieder der Fußball-Familie zusammenbringt – von den Fangruppen, Migranten und ethnischen Minderheiten bis hin zu den größten Klubs -, sendet die Aktionswoche von FARE eine Botschaft aus, an der wir uns alle gerne beteiligen. Wir wollen einen Fußball, der alle Menschen integriert und frei von Diskriminierung ist. Mit der Hilfe der UEFA sind diese Ziele erreichbar."

Ein Kommentar

  1. [...] Ich bin erschrocken über die Zunahme rechtsextremer Gewalt. Wir alle, ausländische und deutsche Bürger dieses Landes, sind gefordert, gegen die Neonazis Widerstand zu leisten! Ich bin froh, Freundinnen und Freunde wie die Angela, den Norbert, den Julius, die PierretteEmilie etc. zu haben, die gemeinsam mit mir bei den  (”Unabhängigen Studierenden”) gegen Rassismus aktiv sind und z. B. bei den rechtsradikalen Kundgebungen in Münster ein klares Zeichen gegen Intoleranz und Diskriminierung setzten. [...]

    Rechte Gewalt nimmt zu! « E. P. Pyne Blog - Dienstag, 17. Oktober 2006 at 13:14 Uhr