FIFA sagt dem `Teufel Rassismus´ den Kampf an und lobt fussballwmblog.de!
Der Fußball-Weltverband FIFA wird bei den Viertelfinalspielen der Weltmeisterschaft ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Die Kapitäne der acht im Turnier verbliebenen Mannschaften werden unmittelbar vor dem Anstoß ihrer Partie eine entsprechende Erklärung vorlesen. Die beiden Spieltage am Freitag und Samstag werden zu offiziellen Anti-Diskrimierungstagen erklärt. Dabei verhilft die FIFA Freiwilligen-Gruppen gegen Rechtsextremismus wie fussballwmblog.de zu mehr Aufmerksamkeit. Projekten wie diesem ist es maßgeblich mit zu verdanken, dass die Deutschen von Blatter für "die beste WM aller Zeiten" gelobt werden.
`Der Teufel Rassismus hat leider noch immer Platz im Fußball. Wenn wir nicht alle respektieren, die dieses Spiel spielen, kann dieser Teufel den Fußball von innen heraus zerstören´, sagte FIFA-Boss Joseph S. Blatter im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin. Unter anderem flankiert von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble und Franz Beckenbauer, Vorsitzender des deutschen WM-Organisationskomitees (OK), mahnte Blatter noch einmal die Umsetzung der Neufassung des verschärften FIFA-Artikels 55 gegen Rassismus in den 207 Nationalverbänden an.
Der Artikel soll den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung fördern. Bei Verstoß gegen die Regeln drohen den betroffenen Verbänden drastische Strafen. `Wenn die Verbände den Vorgaben nicht nachkommen, dann wird das Exekutivkomitee der FIFA eingreifen´, kündigte Blatter an. Als Extremstrafe ist der Ausschluss eines Verbandes vorgesehen. Innenminister Schäuble erklärte den Kampf gegen Rassismus zu einem Kampf aller Menschen, speziell auch der politischen Kräfte im Land. Er verwies auf erste Erfolge in Deutschland, die auf die Kraft des Fußballs zurückzuführen seien. So habe die rechtsextreme NPD einen Aufmarsch für den 1. Juli in München abgesagt. `Sie haben es aufgegeben, weil sie spüren, dass sie in der Welle der Begeisterung ohne jede Chance wären.´
Doch er wisse auch, dass nach dem WM-Finale am 9. Juli ein Stück Alltag zurückkehren wird. Gleichzeitig äußerte der CDU-Politiker die Überzeugung, dass ein Teil vom `erkennbar veränderten Klima´ im Lande über das WM-Ende hinaus spürbar bleibe. Die internationale Spielergewerkschaft FIFPro kündigte ebenfalls eine härtere Gangart bei Diskriminierung oder rassistischen Auswüchsen auf dem Platz aus. `Wir werden die Spieler streng bestrafen´, sagte FIFPro-Vorsitzender Philippe Piat. Der Franzose will der individuellen Bewertung derartiger Vorfälle aber einen größeren Spielraum gewähren. So seien manchmal Äußerungen, die rassistisch gefärbt seien, keineswegs tatsächlich rassistischer Natur, sondern Emotionen im Rahmen des Wettkampfs geschuldet. `Es gibt Dinge auf den Platz, die man im Spiel sagt, die würde man nach dem Spiel nicht mehr sagen´, meinte Piat.
Das OK der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika bedankte sich in Person von Tokyo Sexwale für das Engagement des Weltverbandes gegen Rassismus. Sexwale saß 18 Jahre während des Apartheid-Regimes in Südafrika in Haft, 15 davon gemeinsam mit dem späteren Präsidenten Nelson Mandela auf Robben Island. `Die FIFA war nicht verpflichtet, die Aufmerksamkeit auf dieses Thema zu lenken, während sie dem Höhepunkt der Weltmeisterschaft entgegenfiebert. Das Problem wird zwar heute nicht gelöst, aber die Botschaft für die Welt wird verstärkt´, sagte Sexwale.
Unterdessen hat die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) stärkere Anstrengungen der Fußballvereine und -verbände im Kampf gegen Fremdenhass gefordert. Die Weltmeisterschaft in Deutschland zeige, dass Europa seine Vielfalt im Geiste von Solidarität, Fairness und gegenseitigem Respekt feiern könne, erklärte die EU-Behörde zur Vorstellung einer Kampagne des Weltfußball-Verbands FIFA gegen Rassismus.
Norbert Ordyk und Eric Peter Pyne von fussballwmblog betonten, dass dazu verstärkte Anstrengungen im Hinblick auf die Presse- & Öffentlichkeitsarbeit für Fan-Initiativen gegen Rassismus erforderlich seien: "personell und finanziell können wir keine rundum-PR leisten. Diese sollten arrivierte Verbände für uns übernehmen." Es dürfte genügen, selber "nur" zu bloggen. Berichten müssten darüber dann aber ausnahmslos alle bekannten Medien!

































[...] "Mittwoch, den 18. Juni 2006, 18.45 Uhr: Wer gedacht hätte, dass heute wegen des spielfreien Tages eine nachrichtenarme Zeit wäre, sah sich getäuscht. Die FIFA nutzte das "Vakuum", um alle Aufmerksamkeit allein dem wichtigen Kampf gegen Rassismus (against racism, contre le racisme, tegen racisme) zu widmen. A la bonheur! Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble bescheinigt dem Fußball, schon einen beachtlichen Erfolg erzielt zu haben. „Die WM ist ein wunderbares Programm gegen Rassismus und Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit und für Integration“! [...]
Fussball-WM Blog » Blog Archiv » “Ber-lin, Ber-lin, ich fahre nach Berlin…!” (28. 6. 06) - Mittwoch, 28. Juni 2006 at 19:03 Uhr[...] Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela hat die Anti-Diskriminierungskampagne des Fußball-Weltverbandes FIFA gelobt und seine Unterstützung signalisiert: [...]
Fussball-WM Blog » Blog Archiv » Solidarisches Südafrika - Mandela unterstützt Anti-Rassismus-Tage! - Donnerstag, 29. Juni 2006 at 20:32 Uhr[...] [...]
Fussball-WM Blog » Blog Archiv » Strassenfussball-WM Festival’06 hat heute in Kreuzberg begonnen! - Sonntag, 2. Juli 2006 at 17:46 Uhr[...] Trösten wir uns: "Damit sind wir im Halbfinale rausgeflogen, aber immerhin werden wir noch dritter *g*" Hoffentlich. Obwohl es, egal ob gegen Frankreich oder Portugal, ganz schwer wird. Klinsmann muss übrigens Bundestrainer bleiben! Da sind sich alle Fans einig. Auf sein Team können wir Deutschen stolz sein (auch wenn gestern nicht das beste Spiel "von Welt" war). Mit Stolz erfüllen kann uns auch unser v. a. von internationalen Medien vielbeachteter Kampf gegen Rassismus und unsere Gastfreundschaft! Also argwöhnen wir mal nicht, die Mafia habe den Schiri bestochen oder Blatter den armen Frings (fehlte aber an allen Ecken und Enden) sperren lassen, um Italien einen Vorteil zu verschaffen. [...]
Fussball-WM Blog » Blog Archiv » Blogschau Italien - Deutschland 2:0! - Mittwoch, 5. Juli 2006 at 17:52 UhrSind wir Deutschen Rassisten?…
“Eine U-Bahn bauen wir von Italien nach Auschwitz” singen Besucher der Berliner Fanmeile, ein Kommilitone schreibt über den E-Mail-Verteiler des Jahrgangs, er wolle “nie wieder” Pizza essen und die Fleischverkäuferin vom Sup…
.mt-journal.net - Mittwoch, 5. Juli 2006 at 22:41 Uhr[...] Ein Glanzlicht setzt der senegalesische Sänger und Komponist Youssou N’dour. International bekannt wurde er vor allem durch sein Duett "Seven Seconds" mit Neneh Cherry. Erwartet werden auch Fußballstars wie Franz Beckenbauer, Pelé sowie UNICEF-Botschafterin Claudia Schiffer und das ein oder andere während der WM als besonders wertvoll in Erscheinung getretene Fußball-Projekt gegen Rassismus. [...]
Fussball-WM Blog » Blog Archiv » Fussball-WM im TV (07/07): - Freitag, 7. Juli 2006 at 19:20 Uhr[...] Es sind genug der Worte gewechselt worden. Zeit für eine Übersicht über all jene, die sich in Sachen Zidane die Finger wundgetippt haben. Bitte sagt uns bescheid, wenn wir Euer Blog hier zu verlinken vergaßen! Seltsam aber allemal, dass nach dem Ende eines tollen Turniers alle nur noch von Zizou reden. Wie auch immer, im März dieses Jahres hat die Fifa auf einer Konferenz endlich neue härtere Strafen gegen Rassismus beschlossen: In Artikel 55, Absatz 4 des Fifa-Disziplinarreglements heißt es: "(…) Verhalten sich Spieler, Offizielle von Verbänden oder Clubs sowie Zuschauer in irgendeiner Form diskriminierend oder menschenverachtend gemäss Abs. 1 und/oder 2 dieses Artikels, so werden der betreffenden Mannschaft, sofern zuordbar, bei einem ersten Vergehen automatisch drei Punkte abgezogen. (…)" In Spielen "ohne Punktevergabe" werde die entsprechende Mannschaft, sofern zuordbar, gar "disqualifiziert." Als Blog, das die ganze FIFA Fussball-WM 2006 über Zeichen gegen Rassismus gesetzt hat würden wir ein hartes Durchgreifen gegen Materazzi und damit Italien im Falle einer rassistischen Beleidigung befürworten! Im Absatz 1 des Reglements ist (auch für Italien unmissverständlich) von herabwürdigenden, diskriminierenden oder verunglimpfende Äusserungen in Bezug auf Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Herkunft die Rede. [...]
Fussball-WM Blog » Blog Archiv » Blogschau zum Fall Zidane vs. Materazzi! - Dienstag, 11. Juli 2006 at 18:02 UhrItalien war einfach besser Zidane hätte nicht so ausrasten sollen ich bin Franze ich wünsche denn italienern glück für die weiteren wm
Nicolas Braccia - Freitag, 14. Juli 2006 at 17:46 Uhr[...] Schon während der Fußball-WM vom 9. 6. bis 9. 7. haben wir unermüdlich gegen Rassismus im Fußball(-Stadion) mobil gemacht. Daran knüpfen wir jetzt zur Fußballbundesliga-Saison seit dem 1. Spieltag an und unterstützen die "Die Liga ist bunt!"-Aktion der DFL! [...]
Fussball-WM Blog » Blog Archiv » fussballwmblog.de und DFL machen mobil gegen Rassismus! - Freitag, 25. August 2006 at 17:49 Uhr[...] Gerald Asamoah wurde Opfer von rassistischen Schmähungen rechtsradikaler Spinner! Diesmal benahmen sich Hansa Rostock-"Fans" daneben! Wir rüttelten bereits zur Fussball-WM auf, dass das Problem "Rassismus im Fußballstadion" noch nicht gelöst sei! FIFA und UEFA, dieser Tage auch der DFB auf seinem Bundestag, verschärften die Regularien, wonach Rassenhass endlich energisch geahndet werden kann, ja, muss! Rostocker, Ihr habt Eurem Verein mit den beleidigenden Ausrastern gegen Deutschlands aus Ghana stammenden Nationalspieler einen Bärendienst erwiesen! Denn dem wird nun aller Voraussicht nach eine harte Strafe aufgebrummt! Wann endlich begreifen auch die letzten Idioten, was sie mit "Affen-Rufen" bzw. "Urwaldgeräuschen" anrichten!? Wann begreifen diese Rassisten, was ihr menschenverachtendes Verhalten auslöst? Bilden sie sich etwa ein, damit Asamoahs Gala-Leistung beim 9:1-Erfolg von Schalke bei Rostock II (mit 5 Tor-Vorbereitungen und 2 eigenen Treffern) schmälern zu können? Sie kränken einen Menschen, um sich zu "rächen"?! Wie primitiv! "Ich dachte, diese Zeiten seien vorbei. Das hat mich sehr verletzt", sagte Asamoah, der in gut einem Monat (7. Oktober) wieder nach Rostock kommen wird, dann mit der deutschen Nationalmannschaft zum Freundschaftsspiel gegen Georgien. "Auf dem Platz habe ich mich schon gefragt, ob ich dann wieder so beleidigt werde." Rostocks Manager Stefan Studer entschuldigte sich persönlich bei Asamoah. [...]
Fussball-WM Blog » Blog Archiv » Rostock: Rassismus im DFB-Pokal! - Sonntag, 10. September 2006 at 17:11 Uhr