Kreuzberg: Kenia gewinnt gegen Suedafrika Streetfootball-WM!
Kenia ist der 1. Straßenfußball-Weltmeister!
In einem rein afrikanischen Endspiel ist in Berlin der erste Straßenfußball-Weltmeister gekürt worden: Das Team des Projekts MYSA aus Kenia gewann am Samstagabend mit 4:3 gegen die Mannschaft des Projekts KickAIDS aus Südafrika. Kenia ist damit der 1. Straßenfußball-Weltmeister
Vor 2500 Zuschauern im vollbesetzten Bolzplatz-Stadion am Mariannenplatz (Berlin-Kreuzberg) zeigten die Teams ein packendes Finale, das erst im Elfmeterschießen entschieden wurde. Nach Ablauf der regulären Spielzeit stand es 2:2.
streetfootballworld-Geschäftsführer Jürgen Griesbeck und der stellvertretende FIFA-Generalsekretär Jérôme Champagne übergaben dem 1. Straßenfußball-Weltmeister die Copa Andrés Escobar. Der Pokal des streetfootballworld festival 06 ist benannt nach dem kolumbianischen Nationalspieler Andrés Escobar, der nach der FIFA WM 1994TM wegen eines Eigentors ermordet wurde.
„Jedes der Teams hat ihn verdient, alle haben dafür in ihren Projekten gearbeitet, und MYSA Kenia darf ihn mit nach Hause nehmen“, sagte Jürgen Griesbeck bei der Pokalübergabe. Gleichzeitig kündigte er an, dass das Siegerteam des festival 06 in Kürze die beiden Projekte Search & Groom (Nigeria) und Play Soccer (Ghana) besuchen und dort spielen werde. Die Teams aus den beiden Ländern hatten keine Visa für die Einreise nach Deutschland bekommen. Daher fand das festival 06 nur mit 22 statt 24 Teams statt.
In den Viertelfinals dominierten die Mannschaften aus Afrika. Alle vier Teams des Kontinents hatten den Einzug in die Finalrunde geschafft. Die Gewinner-Mannschaft aus Kenia stammt aus dem Projekt Mathare Youth Sports Association (MYSA). In dem größten Fußballprojekt Afrikas sind 17.000 junge Kenianer aus 16 Slums organisiert. Ein Schwerpunkt ist der Einsatz für den Umweltschutz. Das Projekt war 2003 und 2004 für den Friedensnobelpreis nominiert. Die Mannschaften haben sich den Kampf gegen Gewalt, Drogen und Rassismus auf die Fahnen geschrieben. Angetreten war unter anderem auch eine gemeinsame Mannschaft mit Spielern aus Israel und Palästina. Für Frieden und interkulturelle Verständigung!

Beim Endspiel kickten in beiden Teams auch Mädchen mit. In der ebenso hochklassigen wie fair ausgetragenen Partie bestritt auf kenianischer Seite die 19-jährige Doreen Nabwire Omondi die gesamte zweite Halbzeit und bereitete den Ausgleich zum 1:1 vor. Südafrika brachte ebenfalls eine Spielerin zum Einsatz, die 20 Jahre alte Lovejoy Mbulumele.
Federico Addiechi, Leiter der FIFA-Abteilung für soziale Verantwortung, überreichte fünf Spielern stellvertretend für alle Teams des festival 06 den Fair Play-Pokal der FIFA. Danny Jordaan, der Chef des Organisationskomitees für die FIFA WM 2010TM in Südafrika, stimmte bei der Abschlussfeier auf die nächste WM ein. „Wir sehen uns in Südafrika“, rief er dem Publikum zu. In vier Jahren findet in Südafrika parallel zur FIFA WM das 2. streetfootballworld festival statt.
Nach den leidenschaftlichen und teils hart umkämpften Partien endete die 1. Straßenfußball-WM am Abend mit einer großen Murga im Stadion: Mehr als 50 Spielerinnen und Spieler aus den Teilnehmerländern führten auf der Spielfläche gemeinsam den traditionellen argentinischen Straßentanz auf. Eine Woche lang hatten sie für den Auftritt geübt und dabei in den Traditionstanz auch Elemente aus ihren eigenen Ländern miteingearbeitet.
Jeder Spieler erhielt zur Siegerehrung einen festival 06-Ball. Die Bälle wurden von TransFair gesponsert und in Pakistan unter fairen Bedingungen produziert.
Die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Cornelia Reinauer, übergab jedem Team außerdem einen Buddy-Bären. Der Bezirk hat die 22 Bären speziell von einem Künstler für die festival 06-Teilnehmer gestalten lassen.
Das streetfootballworld festival 06 war am 2. Juli eröffnet worden. In rund hundert Begegnungen spielten die 22 Teams den 1. Straßenfußball-Weltmeister aus. Organisiert wurde das einwöchige Festival von dem weltweiten Straßenfußball-Netzwerk streetfootballworld. Das festival 06 und die Arbeit von street-footballworld wird maßgeblich unterstützt von der Bundesregierung (Bundesjugendministerium). Mit der FIFA besteht eine strategische Allianz im Bereich Fußball und Entwicklung. Hauptförderer des Projektes sind zudem die Kulturstiftungen des Bundes und der Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Stiftung Jugendfußball mit ihrem Präsidenten Jürgen Klinsmann.
































ı am student and spor akademy or fussball trainer.
Osman ZAFER - Sonntag, 1. Oktober 2006 at 19:46 Uhr