Norbert Lammert lobt fussballwmblog.de!
Bundestagspräsident Norbert Lammert, der heute als Hauptredner bei einer friedlichen Kundgebung gegen den NPD-Aufmarsch in Gelsenkirchen auftrat, unterstützt unser Projekt gegen Rassismus und Antisemitismus zur Fussball-WM mit einem Grußwort:
"Leider ist Antisemitismus auch in Deutschland immer noch ein Problem. Es wäre grob fahrlässig, aus der nicht mehr großen Anzahl auffälliger antisemitischer Aktivitäten den Schluss herzuleiten, dass es hierzulande keinen Antisemitismus mehr gebe.
Und mich tröstet auch überhaupt nicht, dass er möglicherweise in anderen europäischen Ländern ausgeprägter, jedenfalls auffälliger auftritt als in Deutschland. Wir haben an dieser Stelle eine ewige besondere Verpflichtung: Wo immer wir den begründeten Eindruck haben, dass es hier zu Verstößen gegen diese gemeinsame Überzeugung kommt, müssen wir auch gemeinsam dagegen vorgehen und auftreten.
Besonders wichtig ist es dabei auch, deutlich zu machen, dass sich antisemitische Attitüden für prinzipielles Protestbedürfnis oder pubertäre Abnabelungsprozesse überhaupt nicht eignen. Denn gelegentlich bedienen sich gerade junge Leute des Themas allein aus einem diffusen Protestbedürfnis heraus.
Dass dies dann gelegentlich im Zusammenhang mit antisemitischen Aktivitäten geschieht, ist besonders ärgerlich. Was aber antisemitische Aktivitäten angeht, reden wir nicht über Anstößigkeit, sondern über eine Tabuverletzung, die wir in Deutschland nicht erlauben können - nie, auch und gerade nicht im Jahr der Fußballweltmeisterschaft.
Ich unterstütze darum Ihre Suche nach gewaltlos-kreativen Wegen, antisemitische Aktionen schon im Vorfeld zu stoppen, und Ihr Engagement für Deutschland als ein offenes, gastfreundliches Land. Viel Erfolg!"
































[…] UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (am morgigen Sonntag), es reiche längst nicht aus, der Toten zu gedenken und sie zu ehren. "Wir müssen die jetzige Generation aufklären und uns um sie kümmern", forderte er. "Wir müssen ihnen Respekt vor der Verschiedenheit (der Menschen) geben, ehe sich Intoleranz entwickeln kann." - Recht hat er! Diesen Worten Taten (Unterstützung für Projekte wie das Weiße Rose-Jugendbündnis Münster) folgen zu lassen, ist nun Aufgabe der UNO, der EU, der Bundes- und Landesregierung sowie der Stadt. Geschieht dies nicht, ist jeglicher Appell an Anstand und Moral nur noch Fassade, Feigenblatt. - Anlässlich des Gedenktags hatte gestern auch Bundestagspräsident Norbert Lammert dazu aufgerufen, im Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nicht nachzulassen. „Wir Deutschen wollen unserer besonderen Verantwortung gerecht werden, auch in der EU…“, sagte der angesehene CDU-Politiker in einer Gedenkstunde im Bundestag. - Möge er sich weiterhin dafür starkmachen, dass Projekte junger Menschen gegen Hass und Gewalt wesentlich mehr Aufmerksamkeit bekommen als die NPD (und andere Rechts- wie Linksextremisten)! […]
Holocaust-Gedenktag! » UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, Intoleranz, Weiße Rose, Münster - Samstag, 26. Januar 2008 at 17:18 Uhr